Hollywood goes imperfect

Das neue Bestreben nicht mehr alles gut zu machen

Ausgerechnet der Hollywood-Schinken Bad Moms sprach zu mir. Die Szene in der die Mutter sagt: ‚No. I am tired of trying to be perfect!‘ war der Schlüssel. Sie ist ab dem Moment nicht nur fröhlicher und entspannter, sondern hat Freundinnen statt Gegnerinnen und obendrauf werden ihre Kinder selbstständig und lernen ihre Talente zu entdecken. Was hat das mit mir zu tun. Bin ja keine Mutter…

Aber ich bin eine Partnerin, Chefin, Tochter, Christ… Und in all dem fühle ich mich alles andere als perfekt, sondern hechle dem nach, meine Sache möglichst gut zu machen.

Und wie wäre es einfach zu sagen: ‚Nein, ich bin müde dauernd zu versuchen es richtig zu machen! Ich mach es so gut es geht, aber ich bin ein bad boss, bad friend, bad daughter, bad christian in den Augen der Perfektion.‘

Das heißt ich finde raus was ich im Inneren will und nicht Diktat von außen ist und geb Anderen die Verantwortung für ihr eigenes Leben, anstatt alles für sie tun zu wollen. Klingt gut, fühlt sich gut an.

Und wie setzen wir es um? Erster Schritt: Kommunikation. Bei uns im Büro genannt: Manage expectations. Ich sage einfach allen, dass was sie von mir erwarten, nicht ist was ich leisten kann.
Und wie sag ich es meinem Hirn? Ja, ich geb zu, das ist ein Prozess. Ich muss mir immer wieder sagen, dass ich nicht von meiner Leistung abhänge. Aber auch hier gönne ich mir jetzt ein wenig ein „Bad Umsetzer“ zu sein und bin geduldig mit mir.

Downshiften – was schiebe ich den nach unten?

Schrauben Downshifter wirklich ihre Ansprüche nach unten oder geht es nur um Flucht?

Immer häufiger lesen wir von „Downshifting“, wo es darum geht, dass jemand der eifrig in einer guten Karriere stand, einen anderen Weg geht. Für mich scheint es meist eher wie ein Ausstieg, eine zweite Karriere, eine neue Verwirklichung, sich Selbstfindung, etc.
Was Downshifted vom Wort her bedeutet wäre: down = nach unten,rückwärts / Stiften = etw. verschieben, verändern => nach unten verschieben.
Das heisst ich schiebe meine Karriere nach unten? Oder meine Ansprüche? Meine Arbeit? Mein Gehalt? Mich?
Laut Wikipedia Verringerung der Arbeitszeit mit dem Ziel, ein selbstbestimmtes, erfüllteres Leben zu führen. Oder auch ein ‚einfaches Leben oder Minimalismus‘ zu leben, wobei es aber nicht um Ausstieg, sondern um Schritte geht, um die Belastung der Arbeit auf ein individuelles gewünschtes Maß zu reduzieren und so Freiraum für mehr Lebenssinn zu nutzen.
Diese Definition hat mich jetzt überrascht. Denn ich hab mich genau gefragt warum keiner in seiner Position oder Firma 1-2 Schritte zurückgehen oder Arbeitszeit einschränken kann, sondern es immer gleich der Bauernhof, die Blumentherapie oder der Yogalehrer sein muss.
ich finde so wie in es in den Happy Zeitschriften lesen, führt der Begriff und der Anspruch uns in die Irre.
Wenn ich darüber nachdenke downzushiften. Hab ich folgende Punkte, über die ich nachdenke (und du vielleicht auch?):
  • Ego: Erträgt es mein Ego Schritte zurückzugehen? Wieviel Bedeutung finde ich den gerade in der anspruchsvollen Position?Wie schaffe ich es nicht mit durch den gewonnen Freiraum neu mein Ego bauen zu wollen?
  • Maß: Was ist das richtige Maß für mich? Wie kann ich mir selbst klarmachen, dass es um mein individuelles Maß und nicht um die Competition mit den Hamstern in den Rädern neben mir geht?
  • Versagen vs. Sieg der Selbstreflexion: Wie lerne ich, mich zu beglückwünschen zu wissen, dass weniger mir gut tut anstatt mit wie ein Versager zu fühlen, wenn ich sage „ich will weniger statt mehr“, „ich will das was zu mir besser passt“.
  • Sinn: Kann ich freiwerdende Zeit auch für mehr Lebenssinn nutzen? Kann ich auch ertragen nichts zu tun und zu sehen, dass dies sinnstiften kann?
Aufgaben an mich:
Während ich mich zum Sieg der Selbstreflexion schon beglückwünsche, liegen noch die Schritte vor mir:
  • Das individuell „gesunde“ Maß finden und den Sinn nicht im Übermaß zu tun, da ich in dem Moment wo ich mehr Zeit hab mich selbst antreibe mehr sinnstiftendes zu tun. Hab nach einer Arbeitszeitreduktion auf 90% eher 90% + 50% gearbeitet.
  • mich nicht mehr vergleichen
  • Zu viel Ego: Nicht aus der Postion, sondern der Tätigkeit meine Motivation ziehen. Und wissen wer ich bin unabhängig von der Leistung.
  • Zu wenig Ego: Lernen, dass ein Arbeitgeber von meinem Downshiften profitiert und nicht ich auf ewig dankbar sein muss, wenn ich für 10% weniger Gehalt die gleiche Arbeit schaffe.
Ich bin gespannt ob die Unternehmen und auch unsere Egos lernen, dass wir Freiraum für Lebenssinn wünschen und es mehr neue Konzepte geben wird. Für mich wäre das Ziel gar nicht Downshiften zu müssen, sondern, dass Mitarbeiter von Anfang an entsprechend der Gaben und Talente richtig eingesetzt und gefördert werden und genug Freiraum und individuelle Arbeitszeitkonzepte erleben.

Skill of the future 2 – Mehr Konzentration

Konzentration bei Trainings, Frontalvorträgen, schnöder Theorie…

Vor 2 Monaten hatte ich ein teures, arbeitsrelevantes 2 Tage-Training mit guten Vorträgen, einem netten Referent und Kollegen aus aller Welt, noch dazu genau mein Thema in dem ich mehr lernen möchte. Dennoch konnte ich mich kaum konzentrieren. Meine Gedanken schweiften ständig ab und ich schrieb nebenbei andere „Listen“. Listen mit Ideen, Listen mit Todo, Listen mit Gekritzel.

An und für sich auch ok, aber es zeigte mir, dass i) entweder was mit meiner Konzentration nicht stimmt, oder ii) ich anscheinend Zeit zum denken nachhole sobald ich mal beschallt werde und nicht selber in Action bin.

Tipps, die ich bisher getestet habe:

  • Malen was der Referent gerade erzählt – dann  geh ich voll rein in meiner Vorstellung und kann es mir auch besser merken
  • Ruhig atmen und auf den Atem achten. Dann ist das Hirn genug beschäftigt und muss nicht fahrig abschweifen.
  • Nebenbei knabbern – hilft nicht!
  • Listen schreiben und ablegen – hat mich dazu gebracht komplett vom Referent auszusteigen
  • Immer Mitmachen – bin leider nicht der Typ, der denkt er muss zu allem zeigen, dass er auch was weiß.

Aber warum ich das alles schreibe ist, dass ich glaube das Problem ist unser Aktivitätslevel und wir sind einfach nicht genug aufnahmefähig. Woher ich das weiß? Ich hatte nun wieder ein 2 Tage Training, auch noch am We und eher mit einem sehr komplizierten Thema, das nicht so mein Lieblingsthema ist. Und die Leute um mich waren jetzt auch nicht alle gerade so, dass ich sie mir ausgesucht hätte. ABER: ICH HAB MICH KONZENTRIERT! So, dass ich mich nicht mehr erinnern kann wann es das letzte mal so aufnahmefähig und klar war. Hab den Stoff verstanden, hab mitgemacht, war nicht abgelenkt.
Das Geheimnis: Ich hatte einfach 2Wochen zuvor frei und keine Arbeit im Kopf. Ich glaube wirklich, dass wir MEHR aufnehmen können, wenn wir eigentlich insgesamt WENIGER aufnehmen. Zu dem Level sollten wir uns bringen statt Pseudo-Achtsamkeits-Nothandlungen. Das wünsch ich euch und mir!

Skill of the future 1 – Eigene Bedürfnisse wahrnehmen

FINDEN SIE IHRE INDIVIDUELLE ENTSPANNUNG – Mit dem Manana Kompetenz Test

Um in einen Zustand zu kommen in dem wir den Parasympathikus aktivieren und damit entspannen können, müssen wir herausfinden, was uns dabei am besten hilft.

Nehmen Sie ihre Bedürfnisse wahr und tun sie was Ihnen gut tut.

Um Wege zu aktivem Entspannen zu finden, fragen sie sich Folgendes:

Brauche ich Bewegung oder Stille zum Entspannen? Brauche ich Gemeinschaft um mich herum oder lieber Zeit ohne Menschen? Was tut mir gut? Zum Beispiel Wärme?
Mit dem Test unter Manama-Kompetenz-Test findest Du heraus, was Dir hilft.
Für mich ergab sich Fokus auf Wärme, Sport, Natur und Sozialem Austausch: z.B: Wärme: Sonne tanken, Wärmflasche; Sport in der Natur, z.B. Joggen auch in Verbindung mit Freunden.

Das Spannende ist: Es sind alles Dinge, die ich bereits tue nur vermutlich zu wenig oder auch zu wenig im im Hier und Jetzt. Zusätzlich könnt ich feststellen, dass Dinge, die ich immer versuche oder auch einfach gerade in Aller Munde sind, wie z.B. Meditation, einfach nicht unbedingt mein Ding sind. Man kann diese aber dann auch abwandeln und in der Natur oder in Gesellschaft machen und schon würde es mir wieder besser helfen.

Finde heraus was die hilft und plane es regelmäßig ein Häufig reicht es als Ritual im Übergang von einem Lebensbereich in den nächsten. Zum Beispiel von der Arbeit nach Hause zu spazieren kann für jemand der Luft und Bewegung braucht das richtige sein oder einfach 5 Minuten im Lieblingskaffee bei einem Espresso sitzen und nichts tun.

Auch allein sich mit diesen Entspannung-Lieblingen zu Primen, also Bilder/Worte/Eindrücke zu dem Thema bei sich zu haben oder aufhängen kann helfen. Überlege Dir welcher Ort oder Gedanke, dir besonders gut tut und versuche diesen so viel wie möglich in deinen Alttag einzubauen: Foto auf dem Schreibtisch, Zettel im Geldbeutel, Bilder am Kühlschrank, Auto, Badezimmerspiegel… Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Beeinflussen Sie ihre Gedanken und den Parasympatikus damit positiv!

Stressresilienz vs Manana-Kompetenz

Endlich wieder Entspannen – Schalte den Parasympaticus ein!

Und hier bin ich wieder, mehr als 1 Jahr später. 1 Jahr mit üben in Entspannen, Achtsamkeit, Kämpfen, Jonglieren und auch im Nicht-Verzweifeln. Nicht-Verzweifeln, dass es nicht einfach ein Training oder Tool gibt oder den einen Weg, um mit einem überforderten Leben umzugehen.

Die Aufgabe, die sich mir in meinem neuen Job stellte, stellte sich als unlösbar heraus:

8 Leute führen, coachen, motivieren; das Management glücklich machen und sich in allen Projekten über 3 Länder und 4 Vertriebskanäle auszukennen – no chance.

Und klar ist die Anforderung auch von mir an mich selbst gestellt, aber was wenn man einfach einen guten Job machen möchte? Das Buch Manana Kompetenz , dass vor allem gut erklärt warum wir tatsächlich körperlich nicht mehr entspannen können, wenn wir den Parasympathikus nicht genügend aktivieren, bezieht dazu am Ende Stellung: Man kann Effizienz durch Spezialisierung, Automatisierung erreichen. ABER: Es geht nicht einen Ruder-Achter noch effizienter zu machen in dem man den Steuermann rausnimmt!

Ich konnte das mir endlich zugeben und die Reissleine ziehen, bevor es zum Zusammenbruch kam. Nun versuche ich herauszufinden, wie ich den Parasympathikus wieder aktivieren und neu lerne zu entspannen.  Und das ist die erste Botschaft an Dich: Stress ist nicht eine Krankheit gegen die man resistent wird, wenn man nur genug Yoga und Achtsamkeitstraining macht. Wir sollten „Skills der Zukunft“ entwicklen, die uns helfen „Leben“ in den Mittelpunkt zu stellen und das „Erledigen“angemessener anzugehen. Es ist nicht die Lebens-Aufgabe immun gegen Stress zu sein, sondern zu leben!

Thesen, die ich im Laufe der Zeit las und diskutieren möchte:
In einer Welt die immer schneller, immer lauter für uns wird gilt es…

  1. Genug zu tun und sich genügen lassen <=> nicht stress resistent zu sein und immer mehr tun zu können
  2. Mut zur Lücke zu haben, nicht alles tun zu können
  3. nicht weiter effizient zu werden und mehr und schneller zu managen. sondern wenig und wirksam
  4. Das Hirn kann nur entgiften, wenn es zur Ruhe kommt. Lässt Du das zu?
  5. …Was ist aus deiner Sicht ein „Skill of the Future“?

 

 

To be is… to sleep

Future Still – gesunder Schlaf

Ist das so? Schlafen ist Sein? Wer ich bin bestimmt mein Schlaf?

Ja und Ja. Zum einen bestimmt unser Schlaf die Regeneration unserer Zellen und Prozesse. Zum anderen sind meine Stimmung und das Energielevel mit dem ich morgens in den Tag starte total davon abhängig.

Ein Freund von mir, der Personal-Trainer ist und daran arbeitet, Menschen zum optimalen Energielevel zu verhelfen hat neben Ernährung und Training auch das Thema Schlaf im Fokus. Er erklärte mir wie das mit Hormonen zusammenhängt, dem Vitamin D, dass ich ganz früh ins Bett gehen soll, aber vor allem auch, dass wenn ich schon nicht die Elektronik aus dem Schlafzimmer verbannen kann, Flugmodus im Handy das Mindeste ist! Manche seiner Kunden haben eine WLAN  Nacht-Abschaltautomatik für besseren Schlaf installiert.

Neben diesen äußeren Faktoren, sind es oft die unverarbeiteten Themen, die sich nachts im Unterbewusstsein Raum machen. Stress, Sorgen, Zukunftsängste, das Gespräch mit dem Vorgesetzten, das scheinbar unmögliche Projekt… Daher ist es umso wichtiger, dass das Schlafzimmer ein Ort der Stille um mich ist, aber auch mein Inneres zur Ruhe kommt. Das Aufräumen der Gedanken kann ich durch Aufschreiben erleichtern: Was war gut an dem Tag oder eine To Do Liste schreiben und bewusstem Weglegen der Arbeit. Auch Mini-Meditationsübungen wie eine Reise an einen schönen Ort oder spüren aller einzelner Körperteile wie bei der Muskelentspannung nach Jacobsen macht ruhig und schläfrig. Besonders hilfreich ist es an etwas Schönes beim Einschlafen zu denken. Wenn wir dann die Einschlafhürde genommen haben, kommt es häufig zu nächtlichem Wachliegen. Dies hat mich früher immer zusätzlich gestresst, weil ich doch unbedingt den Schlaf zur Erholung brauche. Heute versuche ich die Zeit zu nutzen,  wenn ich nachts länger wach bin, um über die Dinge nachzudenken oder zu planen zu denen ich Tagsüber nicht komme. Es ist keine vertane Zeit und allein diese Einstellung hilft mir, mich nicht darüber zu ärgern.

Das heißt, um besser zu arbeiten, muss ich erst mal eine Bestandsaufnahme meines Schlafes mit Umgebung, Dauer, Tiefe und Aufwachenergie machen und je nach dem schauen, ob ich einfach mehr brauche oder andere Dinge mich morgens nicht voller Elan aus dem Bett springen lassen. Aber neben dem Abschalten von Geräten, gilt es auch meine inneren Abschalt-Knöpfe zu finden.

Wenn Dich das alles nicht betrifft, weil Du ein Murmeltier bist oder Du einfach schon jahrelang mit Schlafdefizit auskommst, gibt es noch eine Alternative, die ich trainiere:

Werde Siesta-ner! Mach es wie ein Südamerikaer, der z.B. am Wochenende bereits nach dem Frühstück zurück ins Bett kann oder zumindest abends nach der Arbeit eine Siesta macht bevor es weitergeht. Was für mich vertane Zeit scheint, ist für diesen Schlag Mensch Erholung. Was ich gelernt habe:

1. Schlafforscher sagen, es ist supergesund. Macht kurzfristig leistungsfähiger und schützt langfristig sogar vor Herzinfarkt. (https://de.wikipedia.org/wiki/Tagschlaf) 2. Und ich selbst als Schafforscher, merke man kann es trainieren. Es ist nicht immer mein Ding, weil ich lieber Zeit „nutze“, aber wenn ich mich entschließe mal 10 Minuten ‚nichts zu tun‘, schlafe ich doch häufig ein und weiß auch vor allem ich hab mir etwas Gutes getan. Und wenn die Zeit nicht für 10 Minuten reicht, oder es bei der Arbeit nicht möglich ist, können 30-60 Sekunden die Augen schließen uns schon wacher und konzentrierter machen. Vor allem die Bildschirmaugen freuen sich auch über Entspannung.

In dem Sinne buenas siestas!

Und hier noch ein P.S. Egal wie müde Du bist oder wie schlecht Du geschlafen hast: Gib dem Tag trotzdem eine Chance, denn unser Körper ist echt ein Wunderwerk und mit ein bisschen Adrenalin hab ich schon oft erlebt, wie plötzlich die letzte Nacht vergessen ist und ich erst abends mich erinnere, wie schlecht die letzte Nacht war.

Life is to… do less or more of what’s good

Ich interviewe in letzter Zeit immer wieder Menschen zum Thema Leben, Balance, Stress etc.

Heute Abend hat mir eine Freundin erzählt, dass sie ihre Work-Life-Balance dadurch erreichte, dass

i) sie begann zu schauen was ihr wirklich gut tut und das dann mehr zu tun. z.B. direkt nach der Arbeit 1 Stunde Sport gibt ihr neue Energie; bei mir wäre das eher Zeit mit den Liebsten zu verbringen
ii) die Balance über Wochen, also nicht innerhalb einer Woche, hinzubekommen. Diese Woche ist vielleicht viel, aber dann wird es nächste Woche ruhiger im Kalender
iii) Private Termine im Kalender konsequent als „Freizeit“ deklariert sind und damit im Kopf nicht mehr als Termin verankert sind. Und die auch mit dem Partner, Familie oder sich selbst fest einzutragen und auch zu nehmen.

D.h. anstatt weniger zu tun, fühlt sie sich auch mit voller Agenda jetzt mit mehr Energie.

Ich bin mir da bei mir noch nicht sicher, aber denke schon, dass statt einfach keine Abende im Kalender zu füllen, die Frage ist, womit fülle ich den Kalender oder das Nichtstun, das Entschleunigen, die „Frei-Zeit“…

Gilt für Dich „less is more“ oder „more but better“?

Life is to be… Gärtner

Zum ersten Mal in meinem Leben, habe ich selbst Pflanzen auf meinem Balkon großgezogen, statt zu kaufen und zu düngen. Und es liegt so viel Friede im Buddeln in der Erde, im Sorgen für die Triebe und im Beobachten des Wachstums. Und so viel Freude im Ergebnis. Wie kann man dieses Wissen auf den Alltag übertragen?

Tiefe Befriedigung aus Sähen, Reife und Ernten ziehen kann man z.B. in Folgendem

– Dinge selbermachen statt kaufen (Zeit statt Zeug: http://www.zeit-statt-zeug.de/de/geschenk/eigene-idee-statt/)
– Dinge von Null starten (Richtiger Input/Same, zur richtigen Zeit)
– Ein Loch für den Samen buddeln und vorbereiten (Bereitschaft schaffen)
– Ganz bei einer Sache sein (Flow mit schmutzigen Händen)
– Fortschritt beobachten (Regelmäßig gießen, geizen, düngen)
– Wissen, dass man nichts tun kann als abwarten (Geduld)
– Ernte genießen (Erfolg feiern)

Wo kann man auch im Alltag z.B. in Menschen sähen und irgendwann ernten?

Life is to be… dankbar

Ich bin inspiriert, jawohl. Auch wenn ich am Freitag über die Strenge schlug, mich vor meinem Besuch blamierte und mit Hang-over in meinem Alter kaum regeneriere, erwachte durch ein breites Mega-Grinsen in einem schwarzen Gesicht am Samstag Morgen in mir etwas Neues. Spontan hatten die Anderen auf meiner Couch übernachtet und kamen fröhlich wie 5-Jährige nach nur wenigen Stunden Schlaf von selbiger.

Die Erklärung für die gute Laune: „Als allererstes überlege ich jeden Morgen für was ich alles dankbar sein kann. Ich mag es früh aufzustehen und nachzudenken und zu danken. Danach geht es mir wunderbar!“

Dankbarkeit vor Allem! => FIRST THINGS FIRST!

Und nun bin ich inspiriert und hab angefangen dankbar zu sein.

Wofür bist Du dankbar?

Life is to be… gleichförmig oder abwechslungsreich

Neulich rief ich in einem Call Center an, um einen Angebot abzustimmen. Die Dame an der anderen Leitung erklärt was zum zackigen Timing. Ich sage gedankenverloren, dass ich mich gerade mit Entschleunigung beschäftige. Und bevor ich denke, „uups, das passt geschäftlich sicher nicht so rein“, sagt Sie „Ich beschäftige mich damit scho lang. Ham se es scho mal mit Meditation probiert“. Ich stutze und sage wieder meine private Meinung „ja, aber ist mir meist zu esoterisch…“. Sie völlig gar nicht angegriffen: „Der Satz hätte jetzt von mir sein können“. Und schwups haben wir ein Gespräch über Theologie und dass es doch schön wäre mal zusammen zu arbeiten (um dann nebenbei diese eigentlich spannenden Themen zu besprechen).

Auf jeden Fall erklärt mir Frau Call Center, dass es ganz klar daran liegt, wenn man immer Gleichförmiges macht, dass die Zeit immer schneller zu laufen scheint. Ich kenn diese Theorie und verstehe, dass die Welt für Kinder langsamer ist, da mehr Besonderes, Neues, Highlights auch mit entsprechend mehr Emotionen passiert. Dies verstehe ich, wenn man von außen die ganzen Jahre und wie sie rennen anschaut. Aber bin trotzdem der Meinung, dass mein Leben mehr von Zuviel Abwechselnden ToDos, also Karusselfahren im Hamsterrad, so häufig so schnell und überfordernd wirkt.

Was stimmt für Dich: Mehr Highlights und Abwechslung, damit die Jahre wieder gehen statt rennen? Oder lieber weniger und langsamer, auch gerne wiederholend, damit mehr Ruhe zum Beispiel durch Rituale oder auch mal Routine einkehrt. Oder Beides?

Was sagst Du?